Narzissen, Krokusse und die meisten anderen Frühlingsblüher pflanzt du im September und Oktober, Tulpen erst im Oktober und November. Als Faustregel setzt du jede Zwiebel zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch ist, mit der Spitze nach oben, solange der Boden in deinem Garten noch nicht gefroren ist.

Warum brauchen Zwiebeln den Herbst?

Frühlingsblüher bilden nach dem Pflanzen zuerst Wurzeln, solange der Boden noch Wärme gespeichert hat. Die Winterkälte brauchen sie anschliessend als Signal für die Blüte. Zu spät gesetzte Zwiebeln wurzeln schlecht und blühen schwächer, zu früh gesetzte Tulpen sind anfälliger für Pilzkrankheiten wie das Tulpenfeuer. Deshalb lohnt es sich, Narzissen früher und Tulpen später zu pflanzen.

Wie tief und mit welchem Abstand?

  • Eine 5 Zentimeter hohe Tulpenzwiebel kommt etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in den Boden.
  • Kleine Zwiebeln wie Krokusse oder Traubenhyazinthen setzt du entsprechend flacher, etwa 5 bis 8 Zentimeter tief.
  • Halte zwischen den Zwiebeln mindestens das Doppelte ihrer Breite als Abstand ein.
  • In kalten Lagen mit tiefem Bodenfrost darfst du Tulpen eher etwas tiefer setzen.

Welcher Boden passt?

Zwiebeln faulen in nassem, verdichtetem Boden. Ein sonniger Platz mit durchlässiger Erde ist ideal. Ist dein Boden schwer und lehmig, mische etwas Sand oder feinen Kies in das Pflanzloch. Nach dem Setzen giesst du einmal kräftig an, damit sich die Erde um die Zwiebel schliesst und die Wurzelbildung beginnt.

Was passiert, wenn ich zu flach pflanze?

Zu flach gesetzte Zwiebeln trocknen leichter aus, frieren im Winter eher durch und bilden im Folgejahr oft nur noch Blätter statt Blüten. Wer im Frühling sieht, dass Tulpen nach einem Jahr nicht mehr blühen, findet die Ursache häufig in einer zu geringen Pflanztiefe.

Welche Arbeiten in deinem Garten gerade in welcher Reihenfolge anstehen, ordnet Maluna im Bereich „Was jetzt zu tun ist“, beschrieben auf der Seite Funktionen von Maluna.