Öfterblühende Rosen schneidest du im Frühjahr, sobald die Forsythie gelb blüht. Ihre Blüte zeigt an, dass in deiner Gegend keine langen Frostperioden mehr zu erwarten sind, je nach Lage etwa zwischen Mitte März und Mitte April. Einmalblühende Rosen schneidest du dagegen erst nach ihrer Blüte im Sommer.

Warum ein Zeiger besser ist als ein Datum

Ein Kalenderdatum gilt für Basel genauso wie für eine Höhenlage im Allgäu, obwohl der Frühling dort Wochen später ankommt. Die Forsythie reagiert auf das tatsächliche Wetter an ihrem Standort. Blüht sie in deiner Nachbarschaft, hat auch deine Rose den Winter hinter sich. Ein kurzer Kälteeinbruch kann trotzdem noch vorkommen, deshalb lohnt sich vor dem Schnitt ein Blick auf die Wettervorhersage der nächsten Tage.

Welche Rosen schneide ich wann?

  • Öfterblühende Beet- und Edelrosen: zur Forsythienblüte kräftig auf drei bis fünf Augen zurück.
  • Öfterblühende Strauchrosen: zur Forsythienblüte leicht auslichten und um etwa ein Drittel einkürzen.
  • Einmalblühende Rosen und Ramblerrosen: im Frühjahr nicht schneiden, denn sie blühen am Holz des Vorjahres. Der Schnitt folgt im Sommer nach der Blüte.

Wie setze ich den Schnitt richtig an?

Schneide etwa 5 Millimeter über einem nach aussen zeigenden Auge und leicht schräg vom Auge weg, damit Regenwasser abläuft. So wächst die Rose offen nach aussen statt nach innen. Entferne zuerst abgestorbene, kranke, sehr dünne und sich kreuzende Triebe. Eine scharfe, saubere Schere verhindert gequetschte Schnittstellen, an denen Krankheiten eindringen.

Was passiert, wenn ich zu früh schneide?

Ein Schnitt im Februar bei mildem Wetter regt die Rose zum Austrieb an. Folgt danach noch eine Frostnacht, erfrieren die jungen Triebe, und du musst ein zweites Mal zurückschneiden. Das kostet die Pflanze Kraft und verzögert die Blüte.

Wie stark Standort und Wetter einen Pflegetermin verschieben, zeigt auch das Beispiel mit der jungen Rose an der Hauswand auf der Startseite.